Nach vier Spielen ohne Punktverlust wollten unsere C-Mädels diese kleine Serie unbedingt zu Hause fortsetzen. Zu Gast war am Sonntag die HSG Sachsenring, die zum Auftakt der Platzierungsspiele den HV Grüna nur knapp unterlag. Man durfte also durchaus gespannt sein und sich auf ein spannendes Spiel freuen
Die Partie begann zunächst mit zwei Treffern der Gäste und rüttelte die Hausherrinnen auf. Ida vereitelte mit einem beherzten Sprint einen Konter der Oberlungwitzer Mädchen und gab so das Signal aufzuwachen, auszugleichen und auf die Überholspur zu wechseln. Hanna Sofie spielte sich sogleich „in Rage“ und erzielte in nur drei Minuten drei Tore, wobei sie die ganze Breite des Spielfeldes ausnutzte und einfach überall auftauchte, wo man sie (nicht) vermutete. Doch auch vier Treffer in Folge verunsicherten die HSG nur wenig. Immer wieder wanden sich die Gäste vigilant aus der Deckung und versuchten durch schnelle Zuspiele das Spiel erneut an sich zu reißen. Doch da hatten sie die Rechnung ohne Clara gemacht, die ihre Gegenspielerin richtiggehend in die Mitte schob, wo sie von Ida, Hanna-Sofie und Sophia schon erwartet wurde. Clevere Spielzüge scheiterten ab und an noch an Fangfehlern, aber davon ließen sich die Mädels nicht entmutigen und so schlängelte sich Karolina mit einer wunderschönen Finte an ihren Gegenspielerinnen vorbei und traf in der 21. Minute zum 12:8. Lucy sorgte ihrerseits dafür, dass die Außenspielerin kaum zu erfolgreichen Abschlüssen kam. Beim Siebenmeter wurde unsere Lina Lorie (ja, das ist unsere „Tor-Lina“… Die Auflösung des Doppelnamens gibt es in der zweiten Halbzeit), die bereits so einige Bälle kurz vorm Pfosten weggeschnappt hatte, vom Chancentod-Teufelchen unterstützt, was sich heute aber glücklicherweise die Siebenmeter der Gäste vorgenommen hatte. Der Ball prallte also am Pfosten ab und mit drei langen Pässen gelangte er zu Magdalena, die die Einladung annahm und den Vorsprung zum 15:9 ausbaute. Nur 30 Sekunden später setzte sich Jasmin gegen drei Spielerinnen vom Sachsenring durch und verwandelte einen ihrer berühmten Aufsetzer. Mit einer verdienten 16:10-Führung ging es nun zum Kraftauftanken und „Pläne schmieden“ in die Kabine.
Der Beginn der zweiten Hälfte zeichnete sich durch eine solide Abwehrarbeit aus, die es der HSG 324 Sekunden lang nicht ermöglichte, einen weiteren Treffer zu verbuchen. Besonders verblüfft aber waren wohl Spielerinnen, Trainerinnen und Fans von Lias so genanntem „Schnürsenkelspielzug“, der sicher noch Eingang in die Lehrbücher finden wird 😉: Lia band also gerade ihre Schuhe vorm gegnerischen Tor, als die Verteidigung einen Pass abfing und ihn ihr im hohen Bogen zuspielte. Geistesgegenwärtig sprang Lia auf, schnappte sich das Zuspiel und beförderte es ins Eck. Die frisch eingewechselte Wilhelmine freute sich sogleich über ein Tor von der Außenposition. Leider war wirklich nur von der Tribüne aus zu sehen, dass sich der Ball um Haaresbreite hinter der Torlinie befand. Macht nichts: Was einmal klappt, funktioniert auch ein zweites Mal und so traf sie kurz darauf zum 19:11. Nach einer Auszeit der Gäste wurde die Abwehr etwas „freizügiger“ und so wechselten sich die Punkte auf der Anzeigetafel freundschaftlich ab. Jetzt gab unsere „neue Lina“ ihr Debüt auf der Platte und unterstützte besonders die Verteidigung. Liebe Lina, herzlich willkommen im Team! Auch die frisch aufgestellte Helene unternahm nur Sekunden nach ihrer Einwechslung einen knackigen Torversuch. Anschließend stachelten die energischen Worte der Gästetrainerin Tanja an, ihre Bilanz aufzupolieren, und so blieb sie ihrem Ruf als „Siebenmeterschreck“ treu. Last, but not least, erzielte Mathilda zum wiederholten Mal den Schlusstreffer und beendete die Begegnung gegen die HSG Sachsenring mit 29:21.
Mit elf verschiedenen Torschützinnen und weiteren zwei Punkten springen die BHC-Mädchen (vorläufig) an die Tabellenspitze der Platzierungsrunde, in der es mit drei punktgleichen Mannschaften – dem HV Grüna und dem HC Fraureuth – heiß hergeht. Somit freuen wir uns jetzt schon auf ein weiteres spannendes Duell am 21.03. in Fraureuth: also: Stift schnappen, Termin eintragen und die Halle zum Kochen bringen!
