Leute, wie die Zeit vergeht: am Samstag, den 28.03. starteten unsere C-Mädels zu Hause bereits in die Rückrunde der Platzierungsspiele. Nachdem man nun alle Gegnerinnen kennengelernt hatte, ging man optimistisch und froher Erwartungen in die Partie gegen den TSV Lichtentanne. Doch der Beginn der Begegnung lief so gar nicht nach Plan. Der TSV stand in der Abwehr sehr kompakt und besonders die zentralen Spielerinnen bissen sich ganz schön die Zähne aus. Kein Wunder also, dass der erste Treffer von unserer Helene auf der Außenposition erzielt wurde. Doch nach dem schnellen Ausgleich, blinkten Tor um Tor auf der Seite der Gäste auf, bis es nach 7,5 Minuten 1:5 für die Lichtentanner Mädchen stand. Und wenn es mal nicht so läuft, kommt meistens auch noch ein wenig Pech dazu. Claras Zehennagel kratzte wohl ein wenig am Kreis, so dass das traumhaft getunnelte Tor nur moralisch zählte, was aber nicht zu unterschätzen ist (und außerdem kam ja in der 9. Minute noch ein „Echtes“ hinterher)! Nach der ersten Auszeit brachte Luise neue Ideen und frischen Wind ins Spiel und so langsam kehrte der Kampfgeist zurück. Lina Lorie hielt mit Armen, Füßen und Beinen so manchen Wurf vom Kasten fern und gab der Abwehr Selbstvertrauen zurück. Besonders Hanna Sofie machte ihre Gegenspielerin engagiert fest, die nun kämpfte wie ein Fisch im Netz. Leider wurde sie vehement in den Kreis gedrängt, so dass es Siebenmeter für die Gäste gab. Das kitzelte den Ehrgeiz der BHC-Mädels aber nur weiter an und so begann nach 12 Minuten und einem Stand von 4:9 die lang ersehnte Aufholjagd. Jasmin fing ein Zuspiel ab und kombinierte sich in Windeseile mit Ida Richtung gegnerisches Tor. Erst wurde Jasmin zur Torvorbereiterin für Ida und kurz darauf wechselten die Rollen. Der Rückstand begann Stück für Stück zu schmelzen. Gleich darauf brachte Luise ihren Konter trotz Schubser durch. Nach 16 Minuten war der erhoffte Ausgleich (9:9) erreicht. Nun hieß es Blinker setzen, auf die Überholspur wechseln und Gas geben. Bis zur Halbzeit konnten sich unsere Mädels tatsächlich mit 12:10 leicht absetzen.
Zum Beginn der zweiten Hälfte verbrachten die Gäste siebzig Sekunden vor unserem Tor, bis Karolina die Nase voll hatte, sich ein Zuspiel schnappte und zielsicher Wilhelmine anspielte, die dieses auch direkt verwandelte. Durch ihre beiden Tore in der ersten Halbzeit bekam Helene wohl einen ordentlichen Dopaminschub, so dass sie immer selbstbewusster agierte und einfach nicht zu stoppen war. So schob sie in der 29. und 32. Minute gleich noch zwei Treffer hinterher. Kurze Zeit später bewies auch Karolina ein gutes Auge und sicheres Händchen und fädelte den Ball in die gefühlt nur 15cm große Lücke zwischen Torhüterin und Pfosten. Unterdessen hielt Lichtentannes Torhüterin einen Siebenmeter, aber als sie noch nach ihrem Gleichgewicht suchte, pfefferte Luise den Abpraller umgehend zurück und baute so den Vorsprung auf fünf Tore aus. Doch wer gedacht hat, dass das Spiel nun gegessen war, der irrte. Die Mädchen des TSV witterten nach dem starken Beginn der Partie ebenfalls ihre Chance die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen und kämpften sich wieder Stück für Stück heran. Die Abwehr zwang unsere Mädels zu einem breiten Spiel, um Lücken zu reißen. Doch wenn es heißt: Hin und her ist grad schwer, da ist Magdalena am Kreis zur Stelle und verschafft wieder ein bisschen Luft. Nur 12 Sekunden nach der Auszeit meldete sich auch sogleich Sophia mit einem Tor zurück. Tanjas Parade in der 43. Minute wurde leider nicht belohnt, denn kurz darauf gab es einen Siebenmeter für die Gäste. Nach einem weiteren Siebenmeter konnten die Lichtentannerinnen sogar noch einmal mit 22:22 ausgleichen. Vielleicht brauchte es auch diesen Schreckmoment, denn in den letzten fünf Minuten gaben beide Mannschaften noch einmal richtig Gas. Doch diesmal war das Glück auf unserer Seite: Lichtentanne wollte den Sieg erzwingen und wurde dadurch etwas hektisch, was zu Fangfehlern und vier Lattentreffern in Folge führte. Das nutzten Hanna-Sofie, Ida und Lina nochmal richtig aus. Besonders freuen wir uns über Linas ersten Treffer in ihrem gerade mal dritten Handballspiel. Mega! Da mussten auch unsere „schlimmen Finger“ Lucy, Mathilda und Lia jubeln, die heute als „Maskottchen“ und Co-Coachs zum Erfolg beigetragen haben.
In den 50 Minuten bewiesen wieder einmal alle Mädels Kampfgeist, Nervenstärke und den Mut Verantwortung für ihr Team zu übernehmen. So ist es nicht verwunderlich, dass jede Einzelne ein Tor erzielt hat und entscheidend zu dem 27:24-Erfolg beigetragen hat. Herzlichen Glückwunsch Mädels, ihr seid ein echtes Team!