Alles neu macht der Frühling und so gab es auch am ersten Märzsonntag einen neuen, unbekannten Gegner für unsere C-Mädels: den TSV Lichtentanne, seinerseits Fünftplatzierter der Staffel West. Voller Tatendrang ging es also nach Werdau, um sich die ersten Punkte der Platzierungsrunde zu sichern. Der Anpfiff war für 13.15 Uhr geplant. Doch bei unserer Ankunft begann gerade erst ein Spiel der Minis. Das fanden Helene und Tanja buchstäblich zum K…, wodurch sie gezwungen waren ihre Mannschaft von der Tribüne aus zu unterstützen. Gute Besserung euch beiden! Doch Helene fiel noch eine „tragende Rolle“ zu, indem sie sich kurzerhand als Glücksfee verdingte und die Tarotkarte „Teamarbeit“ zog: man könnte fast anfangen, daran zu glauben, doch dazu später.
Das Spiel begann mit einer soliden Abwehrarbeit beider Teams. Da Lichtentanne unsere Mitte anfangs gut festmachte, verwundert es nicht, dass die ersten beiden Treffer von Clara und Lucy über die Außenpositionen erzielt wurden. Clara nutzte die Lücke auf der linken Seite in den ersten sieben Minuten gleich drei Mal aus. Bis zum Stand von 3:3 hielten die Gastgeberinnen gut mit, wurden dann aber zunehmend unkonzentrierter, so dass immer wieder Zuspielfehler auftraten, die unsere Mädels im Laufe des Spiels immer besser ausnutzten. Sophias Torwurf wurde leider durch Ziehen am Trikot vereitelt. Dafür durfte sie kurze Zeit später einen Siebenmeter ins Netz befördern. Der erste Konter des Tages gelang Lia, nachdem sie einen Pass der TSV-Mädels abfing. Ida eiferte ihr kurze Zeit später nach, schnappte sich ein weiteres Zuspiel und passte es zielgenau zu Lia, die geistesgegenwärtig von der Bank aus Richtung Tor sprintete. Da die Lichtentannerinnen gerade in der Vorwärtsbewegung waren, war gegen diesen Wurf kein Kraut gewachsen und der Vorsprung wuchs nach einer guten Viertelstunde auf vier Tore an. Das war natürlich auch einer agilen Abwehr zu verdanken, wo Jasmins Block besonders ins Auge stach. In der zweiten Halbzeit wurden ihre cleveren Torversuche dann gleich drei Mal belohnt. Vielleicht spielten die Mädels heute auch für Wilhelmine, Karolina und Luise, die leider nicht mit dabei sein konnten, denn irgendwie schien nun fast alles zu gelingen. Sogar die Abpraller wurden den Gastgeberinnen vor der Nase weggeschnappt und nachgefasst, bis der Punkt auf der Gästeseite aufleuchtete. Mit einer verdienten 16:11-Führung verließen die Mädels nach der ersten Hälfte die Platte.
In der zweiten Hälfte zogen die Lichtentanner Mädchen das Spiel breiter. Die Brausebachmädels ließen sich davon aber nicht beeindrucken, halfen sich aus und schlossen zuverlässig Lücken. So drängten sie die Angriffe immer weiter nach außen, wo Lina ihrerseits die kurze Ecke konsequent schloss, wodurch viele Würfe über den heimischen Kasten gelenkt wurden. Mehrfach wurde nun Zeitspiel für die Hausherrinnen angezeigt. Die Burgstädterinnen versuchten ihrerseits mit schnellen Pässen die gegnerische Abwehr abzuschütteln. Da Lucy allein in der ersten Halbzeit vier Tore erzielte, waren die Gegnerinnen natürlich gewarnt und klebten sich an sie, wodurch sie die Verteidigung nach außen zog und, im wahrsten Sinne des Wortes, Tür und Tor für Mathilda öffnete. Die letzten fünf Minuten, und damit ein Torfestival von sage und schreibe zwölf Treffern, läutete Magdalena mit einem herausgeholten Siebenmeter ein, den Hanna Sofie umgehend ins Eck beförderte. Und weil es so schön war, schickte sie gleich noch zwei hinterher. Beim Stand von 31:21 nahmen Leonie und Theresa eine Auszeit und motivierten die Mädels nochmal ordentlich, die Zehn-Tore-Führung, die Josefin im Tor vehement verteidigte, in trockene Tücher zu packen. Doch was war das? 16 Sekunden vor Schluss verkürzte Lichtentanne auf neun Tore! Da dachte wohl Mathilda: Traineranweisung ist Traineranweisung und zauberte nur elf Sekunden später das 34:24 auf die Anzeigetafel, was zu riesigem Jubel auf der Bank und bei den mitgereisten Eltern führte.
Und was die Tarotkarte „Teamarbeit“ betrifft: Nach 50 Minuten durften sage und schreibe ALLE Spielerinnen mindestens ein Tor bejubeln, einen verdienten Sieg feiern und zwei eingetütete Punkte mit nach Hause nehmen. Super, Mädels! Wir freuen uns schon auf die Partie gegen die HSG Sachsenring am nächsten Sonntag!