Das zweite Adventswochenende, und zugleich den letzten (Heim)Spieltag des Jahres, läuteten unsere C-Mädels gegen den favorisierten HV Grüna ein. Unterstützt wurden Leonie und Theresa heute von unserer Lina, die bereits beim Einwerfen ein Auge auf die Chemnitzerinnen warf.
Zunächst gingen die Gäste mit zwei Toren in Führung, bevor Sophia den Anschlusstreffer erzielte. Dennoch wollte der Ball bis zur ersten Auszeit in der neunten Minute nur ein weiteres Mal ins gegnerische Netz, aber das dafür umso spektakulärer: Karolina drehte sich im Sprung und passte den Ball kurzerhand zu Clara, die Diesen zielsicher ins Eck beförderte. Wilhelmine agierte von Spiel zu Spiel selbstsicherer, lief sich Richtung Mitte frei und unternahm einen weiteren schönen Torversuch. Auch Mathilda schickte wuchtige Grüße Richtung der Grünaer Torhüterin, die Diese zwar unerschrocken mit dem Oberschenkel parierte, der Ball aber von dort bis weit hinter die Freiwurflinie abprallte. Luise boxte ein Chemnitzer Zuspiel aus der Gefahrenzone und spielte kurz darauf die am Kreis wartende Magdalena an, die das 4:8 warf. Dennoch wollte der Abstand zunächst nicht kleiner werden. So stand es nach 15 Minuten 4:10 für die Gäste. Doch was dann passierte, glich einem kleinen Adventswunder: Lia brachte eine ungeahnte positive Energie auf die Platte, die Alle mitzog. Auf einmal schien einfach alles zu gelingen. Die Pässe flogen wie von Geisterhand zielsicher durch die Lüfte, die Angreifer dribbelten sich scheinbar mühelos durch die gegnerische Abwehr, Tanja wehrte Ball um Ball ab und so erschien Punkt für Punkt auf der „Heimseite“, bis nur sieben Minuten später der Ausgleich zum 10:10 von der Wand blinkerte. Die Gäste wirkten auf einmal verunsichert, ob vom Burgstädter Taifun oder der bebenden, trommelten und trötenden Tribüne lässt sich nur vermuten (*Grüße gehen raus an das unsichtbare, extra aus Chemnitz angereiste, musikalische Phantom*). Leider musste der Gästetrainer von den souveränen Schiedsrichtern verwarnt werden. Davon angestachelt hielt Tanja den anschließenden Siebenmeter, von denen noch zwei in der nächsten Halbzeit folgen sollten. Jasmin warf ihre Mannschaft nur Sekunden vor dem Halbzeitpfiff in Führung. Mit einem breiten Strahlen im Gesicht und einer 12:11-Führung gingen unsere Mädels in die Kabine und die Eltern an die Theke, um den herausgeschwitzten Wasserhaushalt wieder mit Tribünenlimo und Bierchen aufzufüllen.
So frisch und leichtgängig wie die erste Hälfte endete, startete auch die letzte Halbzeit des Jahres. Nur 18 Sekunden nach Anpfiff ließ Lia einen weiteren Treffer für den BHC aufleuchten und weil es so schön war, ließ Lucy ihre Gegenspielerin nicht aus der Zange und öffnete so einen Weg für den nächsten Treffer. Und als ob sie schon ewig zusammenspielten, wechselten sie im Anschluss die Rollen und Lucy traf zum 15:11. Noch einmal bäumten sich die Chemnitzer Mädchen auf und starteten eine kleine Drei-Tore-Serie, die Hanna Sofie genau rechtzeitig in der 32. Minute beendete. Karolina beschäftigte unterdessen die Grünaer Torhüterin, die ihren Wurf noch verarbeitete als sich Ida geistesgegenwärtig den Abpraller schnappte und postwendend zurückschickte. Mathilda und Sophia bedankten sich nach ihrer erneuten Einwechslung mit einem filmreifen Spielzug, bei dem Sophia den Ball im Lauf aus der Hüfte zu Mathilda passte und diese ihn direkt hinter die Torlinie beförderte. In der letzten Minute schloss Sophia den Kreis für die BHC-Mädchen, indem sie sowohl den Auftakt-, als auch den Abschlusstreffer erzielte. Mit 28:22, ganz viel Jubel und Trommelwirbel endete eine unglaubliche Partie gegen die favorisierten Grünaer Mädchen. Dass unsere C-Mädels zum Favoritenschreck werden können bewiesen sie auch, oder gerade wegen, der unbeschreiblichen Zahl von elf (!!!) Torwerferinnen! Da fällt mir nur noch eins ein: „Was sind wir? Ein TEAM!“