Am Samstag starteten unsere C-Mädels frohen Mutes nach Roßwein, hatte man doch die Gastgeberinnen aus dem Striegistal vor vier Wochen zu Hause mit 6 Toren Vorsprung besiegt. Da Leonie und Theresa diese Woche zeitgleich gegen Weißenborn antraten, sprang kurzerhand unsere Hanna ein. Natürlich war die Freude „ihrer“ Mädels groß und eine Jede war motiviert zu zeigen, was sie in dem letzten viertel Jahr gelernt hatte.
In diesem Sinne eröffnete Ida die Partie bereits nach 16 Sekunden mit dem Führungstreffer für den BHC. Die Roßweinerinnen zeigten sich davon jedoch gänzlich unbeeindruckt und schickten sogleich drei Bälle hinterher. Sophia zog nach ihrem Anschlusstreffer die Aufmerksamkeit der Hausherrinnen auf sich, so dass sie mit einem präzisen Pass den Weg für Hanna Sofies Tor bereitete. Sicherlich wären noch mehr gefolgt, wäre sie nicht in der 7. Minute unglücklich auf den Kopf gestürzt und darum gezwungen wurde, die nächste halbe Stunde ihr Team von der Bank aus zu unterstützen. Dort gab auch Lina Alles und protokollierte die Werferinnen genau, um Tanja im Tor die entscheidenden Tipps zu geben. Somit hatte sie auch einen entscheidenden Anteil an den vier herausgefischten Siebenmetern und den, besonders in der zweiten Halbzeit mit Hirtensitz parierten, Würfen. Besonders zu Beginn des Spiels windeten sich die Gastgeberinnen aber scheinbar mühelos aus der Burgstädter Deckung, zogen das Spiel breit und Lücken auf, so dass sich Gegentor um Gegentor auf der Anzeigetafel abbildete. Trotzdem gaben unsere zunehmend geplätteten Mädels nicht auf, so dass sich bspw. Magdalena immer wieder freilief und engagierte Torversuche unternahm, die nach stetem Kampf in der 19. und 48. Minute von Erfolg gekrönt wurden. Pechvogel des Tages war wohl heute unsere Karolina, die unerbittlich kämpfte und als sie endlich das verdiente Tor erzielte, wurde es vorzeitig abgepfiffen, da sie am Trikot gehalten wurde. Aber eins musste dann doch noch rein und das gelang schließlich auch sechs Minuten vor dem Abpfiff! Auch unsere Clara hatte es an diesem Tag schwer an der körperlich überlegenen Gegenspielerin vorbeizukommen, aber Clara wäre nicht Clara, wenn sie nicht einen Weg gefunden hätte und sich kurzerhand an den Kreis schlängelte und so auch an diesem Tag ihre „magischen drei“ erzielte. Luises lehrbuchgleiche Finte in der 18. Minute verkürzte das Torverhältnis auf 8:15. Dennoch war es wohl bezeichnend für diesen Tag, dass die Roßweinerinnen kurz vorm Ende der ersten Halbzeit nur noch mit vier Spielerinnen auf der Platte standen und es den Burgstädterinnen einfach nicht gelang diesen Vorteil zu nutzen. Besonders war diesmal aber in der Abwehr der Wurm drin, so dass die Gegnerinnen auch in Unterzahl torgefährlich blieben und zwei Treffer erzielten. So ging es mit hängenden Köpfen und einem Stand von 11:18 in die Kabine.
In der zweiten Hälfte brachten Mathilda und Lucy frischen Wind in die Abwehr und packten ordentlich zu. Mathilda gelang es sogar einen A ngriff zu blocken. Insgesamt schien die Verteidigung nun etwas munterer und wurde nach Kräften durch Helene und Wilhelmine unterstützt. Jasmin war, wie immer, eine sichere Bank im Angriff und so erzielte sie in drei Minuten drei Tore, teilweise mit bilderbuchreifen Lupfern. Leider lief auch Roßweins Torhüterin zur Höchstform auf und wehrte zwei unmittelbar hintereinander, mit Schmackes von Clara und Hanna ausgeführte, Würfe von rechts und links außen ab. Kurz darauf musste sie allerdings nach einer unsportlichen Geste für zwei Minuten den Kasten räumen, durfte aber (leider) von einer Mitspielerin ersetzt werden. Trotz einer schwungvolleren zweiten Halbzeit reichte dies nicht mehr für eine Trendwende und so mussten sich die Burgstädterinnen heute einem wirklich dynamischen SV Roßwein mit 26:36 geschlagen geben.
Nun heißt es Kräfte sammeln, Abwehrlücken schließen und vorallem Selbstvertrauen zurückgewinnen, um am letzten Spieltag den favorisierten Grünaerinnen noch einmal ordentlich Paroli zu bieten!